Vorgefühlt: „Die Möwe“

Ridendo corrigo mores. Oder: Wo die Künstler arbeiten. (Foto: Matthias Baus)

 

Die allgemeinen Vorstellungen des Künstlerdaseins entsprechen ungefähr folgendem Bild: verrückt, wahnsinnig, genial, verschwenderisch, arrogant, eigenbrötlerisch, launisch, umtriebig, depressiv, Hang zum Alkohol oder anderen bewusstseinserweiternden Drogen, zwielichtig, chaotisch, introvertiert, narzisstisch, cholerisch, hysterisch, leidenschaftlich, egoistisch, eitel, verarmt, genügsam, realitätsfern, süchtig nach Anerkennung und Ruhm, scheu, klug, begabt, geizig, ausfallend, unberechenbar, wehleidig, ängstlich.

Hinter jedem großen Künstler versteckt sich eine Tragödie. Ist das wirklich so, oder ist das nur Teil eines gesellschaftlichen Bildes vom Künstlerdasein? Auffällig an den aufgeführten, ich nenne sie mal vorsichtig, widersprüchlichen Vorurteilen gegenüber des Künstlerbildes ist, dass es keine allgemeingültige kurze Beschreibung für eine Künstlerpersönlichkeit zu geben scheint. Das Spektrum ist im Hinblick auf die unterschiedlichen Künste und die Menschen, die sich unter dem Überbegriff Künstler sammeln riesig, schwammig und unglaublich streitbar.

Die Kunstdebatte wandelt sich in der Kulturgeschichte stetig und verändert sich mit dem Zeitgeist und der jeweiligen Gesellschaft. In der Kunst wird ständig nach neuen Formen und neuen Ausdrucksweisen gesucht, dabei ist der Grat zwischen genialem Schaffen und einer neuen, nie da gewesenen Ästhetik und einfach nur schlechtem Geschmack schmal und kaum bewertbar, denn jeder hat einen anderen Blick und ein anderes Wissen und vor allem eine andere Sozialisation. Unbestritten bleibt jedoch, und das macht die schwere polarisierende Beschreibung eines echten Künstlers aus, es umgibt ihn eine Aura, die eine Anziehungskraft besitzt, etwas geheimnisvolles, faszinierendes, mysteriöses.

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Vorgefühlt: „Der Vampyr“

Der Opernchor in vollem Einsatz. (Foto: Matthias Baus)

 

Das Biedermeier- Papiertheater „Der Vampyr“ von Heinrich Marschner
Bastel- und Spielanleitung

Im Set enthalten:
1 Guckkastenbühne mit Drehscheibe, Proszenium und Hauptvorhang
(entspricht der Architektur des Theater Koblenz, im Maßstab 1:33)
2 Bühnenprospekte: Vulkanlandschaft, 1 Blankobogen zum selber gestalten
3 Bastelbögen mit Bühnendekoration: Höhle, Gewölbesaal und Ziffernblatt
4 Bastelbögen mit Schiebeelementen: Wald, Vögel etc.
4 Bögen Glanzbilder unterschiedliche Motive: Naturelemente, Menschen, Uhrzeiger
1 Bogen gelber Tonkarton: Mond
1 rundes Stück grüner Filz: Wiesenlandschaft
10 schwarze Stoffstreifen: Seitenaushänge und Soffitten
Requisiten: kleine Plastik-Wiesenblumen
Weingläser, Weinflaschen
Kunstblut, Pistole, Schwert
winzige Festausstattung Bauernhochzeit
Mandlbögen: Sir Humphry, Malwina, Edgar Aubry, Lord Ruthven, Sir Berkley, Janthe, George Dibdin, Emmy, Toms Blunt, James Gadshill, Richard Scrop, Robert Green, Suse, ein Diener, 50 Figuren Vampire
Tonträger mit Dialogen und Musik der Oper
10 Programmhefte mit dem Librettoabdruck von Wilhelm August Wohlbrück

Nicht im Set enthalten:
Schere, Stifte und Farben (gedeckte Töne), etwas Schnur für den Schnürboden und die Vorhangbefestigung, Klebstoff, diverse Stoffreste, kleine Klemmlampen für die Beleuchtung, Abspielgerät für den Tonträger, wenn vorhanden Mini-Nebelmaschine, wenn gewünscht können die benötigten Papp-Figürchen auch durch kleine Plastik-Figuren ersetzt werden und mit entsprechendem Material kostümiert werden

Vielen Dank, dass sie sich für den Kauf dieses schönen Papiertheaters entschieden haben, die Ausschneidebögen waren im Biedermeier Bestandteil der Bilderbogenkultur des 19. Jahrhunderts. Dieses Modell gehört in unserer Serie zu einer limitierten Sonderausgabe für Liebhaber selten aufgeführter Opernwerke. Die Oper hat in vielerlei Hinsicht ihre Tücken, die Sie im Rahmen der Beschäftigung mit dem Material und ihrer eigenen kleinen Inszenierung entdecken werden.

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Vorgefühlt: „Unterirdische Komödie“

Bild könnte enthalten: 5 Personen
Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz

Guten Tag, meine Damen und Herren, ich begrüße Sie aus aktuellem Anlass zu einer Sondersendung der Nachrichten.

Am 5. August 2010 kam es in den Anden, in der chilenischen Atacamawüste, 45 Kilometer nördlich von Copiapó, zu einem schweren Minenunglück, das bislang zu der aufwendigsten und riskantesten Rettungsaktion in der Geschichte des Bergbaus führte.

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Tweetup zu „Der Vampyr“ am 24. April

#TweetupKO – immer wieder gut für ungewohnte Perspektiven (Instgram-Fotos: @theaterkoblenz, @janiwolf, @staatsoperberlin)

Schon länger hatten wir einen Tweetup zu einer Opernproduktion ins Auge gefasst, jetzt ist es endlich soweit. Am Montag, 24. April 2017 ab 18 Uhr geben wir einer ausgewählten Gruppe von Twitterern und Bloggern die Möglichkeit, bei einer Bühnenorchesterprobe zu Heinrich Marschners Oper „Der Vampyr“ mit dabei zu sein. Anmelden könnt ihr euch ab sofort auf unserer Website.

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Vorgefühlt: „Tartuffe“

Marcel Hoffmann als Tartuffe (Foto: Matthias Baus für das Theater Koblenz)

 

„Er kennt nichts andres mehr, nur ihn hat er noch gern.

Wie anders ist er jetzt, verblendet, dumm,

Nichts als Tartuffe spukt ihm im Kopf herum.

Er nennt ihn seinen Bruder, ist auf ihn versessen

Und hat darüber Frau und Kinder fast vergessen.

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